Naturwabenbau - die bienenfreude

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Naturwabenbau

wesensgemäße Bienenhaltung

Naturwabenbau im Brutraum


Vor nicht allzu langer Zeit, jedoch mit nachhaltiger Wirkung, hat vor rund 150 Jahren August Freiherr von Berlepsch das bewegliche Rähmchen und kurz darauf Johannes Mehring die Mittelwand erfunden. Dadurch wurde die Wabe zum entscheidenden Instrument bei der Lenkung und Steuerung der Volksentwicklung und Manipulationen im Brutnest. Mit der Zellprägung der künstlichen Wabe kann die Anzahl der Drohnen, der so genannten "nutzlosen Fresser" nach der Vorstellung des Imkers gesteuert werden. Weiterhin bekam die Methode Auftrieb durch den Rückgang der Nachfrage nach Bienenwachs. Zunehmend wurden pflanzliche Öle und Fette zur Herstellung von Kerzen verwendet. Innerhalb kurzer Zeit wurde der Naturwabenbau bis auf die Heideimkerei vollkommen verdrängt. Auch die Vorgabe der Arbeiterinnen-Zellgröße wurde noch künstlich von rund 4,9 mm auf heute 5,4 bis 5,7 mm vergrößert. Man erreichte im Laufe der Jahrzehnte dadurch eine größere Biene von der man glaubte, sie würde mehr Honig eintragen als die kleinere. Keiner hat dies bis heute nachgewiesen!
Seit etwa Mitte der 90er Jahre kommen aus Frankreich, den USA und Schweden (Gotland) Berichte, dass Bienenvölker, die auf Waben mit natürlichen Zellbau leben, vitaler sind und ohne Varroabehandlung auskommen. (vgl. Seely u.a.)


Naturwabenbau muss kein Wildbau sein!


Auf das mobile Rähmchen braucht der Imker nicht verzichten, doch das Rähmchenmaß spielt nach meinen Erfahrungen eine gewichtige Rolle bei der Völkerführung. Bezüglich der Wabengröße und der Proportionen habe ich über Jahre hin sehr viele Versuch unternommen und reichlich Erfahrungen gesammelt. Bei breiteren Waben, wie Zander, Langstroth oder Dadant ist eine Stabilisierung der Wabe durch Drahtung oder senkrechten Stäbchen notwendig. Dabei kann allerdings die Geschlossenheit des Bauimpulses gestört werden. (Bild 2). Das nachstehende Bild (1) hat mir jedoch deutlich gemacht, dass eine Hochwabe die geeignetste Form darstellt. Sie hat den Vorteil, dass die Wabe an den Seiten gut angebaut wird. Auch waagrechte Stäbchen werden in den Wabenbau integriert und überbaut (Bild 3). Die Waben reißen auch beim Wandern nicht ab. Ein schmaler Mittelwandstreifen oder die Trägerleiste mit Schiffprofil dient dem Volk als Baurichtungsvorgabe.


Trägerleiste mit Schiffprofil

Naturbau eines Bienenschwarmes

Naturbau auf Breitwaben

Hochwabe in der HWM-Beute

Die Wabe ist optimal für die Überwinterung und Frühjahrsentwicklung. Auch in meiner erwerbs-orientierten Imkerei mit großen Stoßtrachten hat sich die von mir erprobte Hochwabe bestens bewährt. Das Brutraum-Magazin fasst 12 Rähmchen und hat diesselbe Wabenfläche wie zwei 10er Zander-Magazine. Gegenüber allen niedrigen Magazinbeuten hat diese Großraumbeute den Vorteil, dass das Brutnest durch keine Rähmchenleisten unterbrochen ist.
  
Die wichtigste Voraussetzung für eine gut funktionierende Völkerführung auf Naturbau ist die Nutzung des natürlichen Vermehrungstriebes - den Schwarm!
Er bringt die jugendliche Kraft für den Wabenbau. Der Schwarm schafft sich auf ein Mal seinen jungen Bau. Er baut in den ersten 14 Tagen den größten Teil des erwünschten Arbeiterinnen-Wabenbaus - jedoch nur bei Tracht!

Weiterführend Informationen zur Betriebsweise finden Sie demnächst in meiner Broschüre "Artgemäße Bienenhaltung in der Hochwaben-Magazinbeute".


weiter

Die Königin kann ein großflächiges, geschlos-
senes Brutnest anlegen.

 
Suche
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü