ungeteilter/angepasster Brutraum - die bienenfreude

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ungeteilter/angepasster Brutraum

die bienenfreude

Der angepasste Brutraum - heute

Die künstliche Einengung des Brutraumes durch Schiede ist eine Methode um die Sammelleistung von Völkern kurzzeitig stark zu erhöhen. Der Königin werden nur so viele freie Wabenzellen für Brut zur Verfügung gestellt, wie sie zu legen vermag. Pollen und Honig werden soweit als möglich aus dem Brutbereich hinausgedrängt.

Die Einheit aus Brut-Pollen-Honig geht dabei verloren - eine Grundvoraussetzung für die Gesundheit des Biens!

Die zur Futtersafthertellung nötigen Grundstoffe Pollen und Honig müssen aus den Randbereichen geholt werden. Die Gefahr, dass nach der Schleuderung ein Einpass in der Futterversorgung entsteht, ist sehr groß. Durch die räumliche Entfernung der Futtervorräte wird nach meinen Beobachtungen und Versuchen die Bruttäigkeit der Königin weniger forciert und damit der Schwartrieb Bienenvolks reduziert, ein Vorteil für ertragsorientierte Betriebsweise. Durch die Begrenzung des Brutnestes und damit reduzierten Brutumfangs kann es jedeoch zu einer Veralterung des Bienenvolkes führen, da der Anteil an Flugbienen im Volk steigt. Durch die hohe Anzahl Flugbienen und den Wegfall den Honig und Pollen zur Brutfütterung wird die Ertragsleistung für den Imker kurzzeitig stark erhöht. Eine Veralterung hat jedoch den Zusammenbruch der Bienenpopulation zur Folge, was die Tiere besonders anfällig für Krankheiten macht.




Der angepasste Brutraum - nach Ferdinand Gerstung


Bereits in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts, als die Beweglichkeit der Waben durch die Einführung des Rähmchen und der Mittelwand immer größere Kreise zog, nahm auch die Vielfalt der verwendeten Rähmchen zu. Dadurch dass die Waben der Bienenwohnung beweglich wurden, erhöhten sich für den Imker die Möglichkeiten Zugriffs und der Manipulation des Bien. Gerstung erkannte als erster den Bien als Organismus, bestehend aus den Bienenwesen, seiner Brut, dem Wabenwerk, den Nährstoffvorräten und der Behausung. Das Ganze war für ihn eine Einheit und der Imker sollte danach handeln, dass diese Einheit bei jedem Eingriff in das Bienenvolk erhalten bleiben sollte. Dazu diente ihm die Hochwabe, abgeleitet aus der natürlichen Bauform von Waben eines wilden Bienenvolkes, das in der Regel in einem hohlen Baum zuhause war. Mit der Kugel als Ausgangspunkt entwickel sich einen Bienenvolk in vertikaler Richtung. So hatte seine Thüringer Beute im Brutraum eine Hochwabe mit 40 cm, auf der über da ganze Jahre das Brutnest ausdehnte und wieder zusammenzog. Die Anzahl der Waben im Brutraum wirde an die Volksstärke so angepasst, dass darauf stets die Dreiheit von - Brut, Pollen, Honigkranz - erhalten bleibt. Auf eine Entnahme und eine Verschiebung von Brutwaben innerhalb des Brutnestes wird verzichtet um den Legegang der Königin nicht zu unterbrechen. Die Anpassung des Brutraumes dient hier lediglich dazu, dass der Bien den Wärmehaushalt besser regulieren kann.














 
 
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